Facebook und der Datenschutz – eine Neverending-Story

Das soziale Netzwerk Facebook hat eingeräumt, dass Millionen Nutzerdaten frei zugänglich auf Cloud-Servern von Amazon gespeichert worden seien. Insgesamt geht es um 540 Millionen Datensätze, zu denen u. a. auch Passwörter gehören.

In turbulenten Zeiten der Datensicherheit und just nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg wiederholt das Bemühen seiner Firma für mehr Datenschutz betont hat, fragt man sich, wie das passieren konnte.

Laut der IT-Sicherheitsfirma UpGuard speicherte die mexikanische Medienfirma Cultura Colectiva Daten wie Account-Namen, Kommentare und Likes ungesichert beim Amazon Cloud-Dienst AWS.
Außerdem stellte sich heraus, dass die App „At the Pool“ ebenfalls Daten öffentlich zugänglich aufbewahrte, hierbei auch Passwörter von 22.000 Nutzern. Dabei hat diese App bereits 2014 ihren Betrieb eingestellt.

Facebook bestätigte zwar die Panne, verwies aber gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg darauf, dass das ungeschützte Speichern der Daten nicht im Einklang mit den Facebook-Richtlinien für Entwickler stünde.
Doch auch, wenn die Entwickler nicht nach den Facebook-Regeln entsprechend gehandelt haben, muss die Frage gestattet sein, ob Facebook die Kontrolle über seine Daten verloren hat.

In jedem Fall ist dies ein erneuter Dämpfer für den Social Media-Konzern aus dem Silicon Valley nachdem durch den Cambridge Analytica Skandal im letzten Jahr die Firma schon an Repuation verloren hat.

Es bleibt spannend, was nun die Folgen dieses neuerlichen Skandals sein werden. Fortsetzung folgt….

 

Quellen:

zeit.de
taz.de

 

Weiterführende Links:
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