Eine Uhr zu viel – Abpfiff im Spiel Grindel

Am Dienstag, den 2. April 2019 trat der Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB) zurück. Reinhard Grindel räumte ein, im Jahr 2017 eine Uhr im Wert von 6.000 Euro als Geschenk des damaligen UEFA-Vorstandskollegen Grigori Surkis angenommen zu haben.

Reinhard Grindel musste in den letzten Wochen und Monaten mit viel Kritik umgehen. Da war zum einen der unglückliche Umgang mit der Causa Özil, sportlich gesehen das frühe Ausscheiden der DFB-Elf bei der WM in Russland und nun zuletzt die Diskussion um Zusatzeinkünfte Grindels. Als Chef einer DFB-Tochtergesellschaft erhielt der nun ehemalige DFB-Präsident um die 78.000 Euro.

Und nun kam zuletzt auch noch die Meldung, Grindel habe 2017 ein Geschenk des ukrainischen Oligarchen Surkis angenommen. Grindel räumte ein, eine Uhr des ehemaligen Vizepräsidenten der UEFA angenommen zu haben. Den Wert bezifferte er selbst auf 6.000 Euro. Das was ein Fehltritt zu viel.

Der Rücktritt ist demnach nur folgerichtig. Als DFB-Funktionär und ehemaliger Bundestagsabgeordneter hätte Grindel wissen müssen, dass die Annahme eines solchen Geschenks zumindest sehr fragwürdig ist.

Die pikanteste Note hierbei: Reinhard Grindel leitet die Compliance-Kommission beim europäischen Fußballverband. Somit ist davon auszugehen, dass Grindel entweder davon ausging, dass er ethisch korrekt handelte oder hoffte, damit durchzukommen.
Beides ist in Grindels Position nicht tolerierbar, denn auch, wenn er von einem privaten Geschenk eines guten Freundes spricht, so ist „bei Geschenken unter Freunden im Sport immer Skepsis angebracht. Denn zu oft schon waren für diese Geschenke Gegenleistungen erwartet worden, also Bestechung.“

 

Quellen:

Handelsblatt.com
Deutschlandfunk.de

 

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