Arbeiten im Großraumbüro: Schädlich für die Gesundheit?

Das Arbeiten mit mehreren Mitarbeitern in einem Raum ist zu einem Trend geworden. Befürworter sagen, das Großraumbüro wirkt sich positiv auf die Kommunikation im Unternehmen aus und fördert die Motivation der Beschäftigten. Die Realität sieht aber anders aus. Ist das Arbeiten im Großraumbüro gar schädlich für die Gesundheit?

„Ja.“ Laut dem Gesundheitsportal „Gesundheitsstadt Berlin“ sind Mitarbeiter im Großraumbüro regelmäßig Lärm ausgesetzt. Dies ist nicht nur belästigend, sondern auch schädlich für die physische und psychische Gesundheit. „Vielerorts leiden Konzentration und Wohlbefinden der Beschäftigten, weil die Akustik und damit die Geräuschkulisse in vielen dieser hippen Work Spaces schlecht ist“, so Experten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Krank durch Lärm

Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und eine schnellere Ermüdung sind die Folgen von Lärm. So die Meinung von Andrea Wolff vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Bürolärm kann zudem Stress und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) führt die Geräuschkulisse sogar „zu einer verminderten Arbeitsleistung durch Erhöhung der Beanspruchung des Organismus, insbesondere bei Tätigkeiten mit hohen geistigen Anforderungen wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis.“

Auch wissenschaftliche Forschungen bestätigen die negativen Effekte der Arbeit im Großraumbüro. Forscher der Hochschule Luzern haben erforscht, dass Mitarbeiter, die im Großraumbüro arbeiten, häufiger krank sind. 90 Prozent der an einer australischen Studie zu diesem Thema teilnehmenden Personen geben außerdem an, dass Arbeiten im Großraumbüro und vor allem der Lärm am Arbeitsplatz ihre Gesundheit belastet.

Schleche Akustik in modernen Büros

Der Lärm wird vor allem durch die Baumaterialien in modernen Büroräumen begünstigt: Glas, Stahl, Beton und Stein. „Leider verhalten sich diese Materialien akustisch eher wie ein Spiegel. Das heißt, sie reflektieren die Geräusche, die auf sie eintreffen, einfach wieder zurück in den Raum“, warnt die DGUV-Expertin Andrea Wolff.

Um die negativen Folgen des Lärms am Arbeitsplatz zu vermeiden, sei es laut der Expertin Andrea Wolff die Pflicht des Arbeitgebers, sich um die gesundheitsgerechte Gestaltung von den Arbeitsplätzen der eigenen Mitarbeiter zu kümmern.

Die capitoo Empfehlung: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für das Thema „Lärm am Arbeitsplatz mit unserer Unterweisung „Sicheres Arbeiten im Büro“.

 

Quelle: Gesundheitsstadt Berlin

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